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Tagesklinik Drucken E-Mail

Seit Mai 1996 besteht in der Clemens-August-Jugendklinik eine Tagesklinik. Wochentags werden die Kinder von ihren Eltern um 8:00 Uhr in die Klinik gebracht und um 17:30 Uhr wieder abgeholt. Den Abend und das Wochenende verbringen die Kinder und Ju-gendlichen mit ihren Familien. Nach der Erweiterung der Tagesklinik im Oktober 2008 werden nun in einer Gruppe (A) 7 Kinder im Alter von ca. 5 bis 12 Jahren behandelt und in einer weiteren Gruppe (B) stehen 7 Behandlungsplätze für 11-18jährige Kinder und Jugendliche zur Verfügung.

Aufgenommen werden Kinder und Jugendliche mit
  1. extremer motorischer Unruhe,
  2. aggressiven oder dissozialen Verhaltensweisen,
  3. sozialen Unsicherheiten und Kontaktstörungen,
  4. Schulschwierigkeiten oder schulischen Teilleistungsstörun-gen (z.B. Lese-, Rechtschreib- oder Rechen-Schwäche), Sprachentwicklungsverzögerungen und
  5. körperlichen Symptomen, die Ausdruck einer psychischen oder seelischen Lebenskrise sind (z.B. Einnässen, Einkoten, Essstörungen).

Ein besonderer Schwerpunkt in der Tagesklinik liegt - neben der intensiven pädagogischen Gruppenarbeit und den mototherapeutischen, ergotherapeutischen und psychotherapeutischen Behandlungselementen für die Kinder und Jugendlichen selbst - in der intensiven Arbeit mit den Eltern und Angehörigen des/der Kindes/Jugendlichen.

In der Bringe- und Abholsituation haben die Eltern täglich die Gelegenheit zum Austausch mit dem pädagogischen Team. Darüber hinaus besteht für Eltern, Geschwister und weitere Bezugspersonen die Möglichkeit, tageweise den Alltag in der Tagesklinik mitzuerleben und den Behandlungsprozess des Kindes/Jugendlichen aktiv zu unterstützen.
Je nach Indikation und Wunsch der Eltern kann auch ein Hausbesuch erfolgen. Regelmäßig werden Eltern- und Familiengespräche geführt, um Geschichte, Sinn und Funktion der Symptomatik der Kinder und Jugendlichen gemeinsam besser zu verstehen und um daraus die besten Voraussetzungen für eine heilsame weitere Entwicklung des persönlichen, schulischen oder beruflichen Weges zu schaffen.

Wöchentlich treffen sich die Mütter in der Müttergruppe; etwa einmal im Monat sind auch die Väter zur Vätergruppe eingeladen und etwa alle sechs Wochen werden Mütter und Väter gemeinsam zur Elternwerkstatt eingeladen, in der man sich mit einem speziellen Thema zur kindlichen Entwicklung beschäftigt, wozu auch externe Referenten eingeladen werden.

In „Elternworkshops" am Samstagvormittag reflektieren die Eltern gemeinsam die eigenen Erziehungsvorstellungen, um auch im häuslichen Umfeld neue Erfahrungen umsetzen zu können.
Darüber hinaus haben die Eltern die Möglichkeit, auch tageweise den therapeutischen Behandlungsprozess ihres Kindes im Rahmen einer Kontaktpersonen-Hostitation (KPH)zu begleiten. Hierzu werden ihnen kostenfrei Apartments in unserem Gästehaus zur Verfügung gestellt.

Bei schulischen Schwierigkeiten nehmen wir auf Wunsch zusammen mit den Erziehungsberechtigten Kontakt zur Heimatschule auf und bemühen uns um eine Klärung der weiteren schulischen Perspektive. Benötigt das Kind über den Aufenthalt in unserer Klinik hinaus weitere Hilfe, so unterstützen wir die Eltern in der Kontaktaufnahme zu anderen Institutionen (z.B. dem Jugendamt, der Agentur für Arbeit oder betrieblichen Ausbildungseinrichtungen).