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Seelsorge in der Clemens-August-Klinik2019-09-07T21:05:47+00:00

Seelsorge in der Clemens-August-Klinik

Das Leiden verstehen – Veränderung ermöglichen

In der Seelsorge geht es um Glaube und Hoffnung, um Tod, Liebe und Vergebung. Die Auseinandersetzung mit religiösen Fragen kann die Therapie sinnvoll ergänzen.

Bereits bei der Gründung der Clemens-August-Klinik in den 50er Jahren forderte der damalige Chefarzt Dr. Faber einen Priester als dauerhaften Mitarbeiter im Team der Klinik. So haben Dr. Faber und Pastor Kaiser über Jahrzehnte hinweg gemeinsam am Konzept für die Patienten in der Psychosomatik gearbeitet und dieses in die Tat umgesetzt.

Auch wenn heute die praktizierte Kirchlichkeit abnimmt, bleiben der Glaube und die damit verbundenen Wünsche und Sehnsüchte bestehen. Als Ergänzung zur therapeutischen Arbeit kann der Priester stützend arbeiten, indem er die religiösen Probleme und Fragen der Patienten aufgreift, nach den Hintergründen und ihrem Einfluss auf das Leben der Patienten fragt. In der Clemens-August-Klinik steht dafür an einem Tag in der Woche ein Pastor für die Einzel- und Gruppenarbeit zur Verfügung.

Zentrale Themen in der Seelsorge sind: Tod und Sterben, Verzeihung und Vergebung, Liebe und Hass, Trauer und Verlust. Oft reichen die dahinterliegenden Probleme weit in die Erziehung zu Kinderzeiten und zu Erfahrungen mit Priestern, Ordensleuten und Hauptamtlichen in der Gemeinde (Kindergarten, Schule, Gruppenarbeit etc.) zurück. Diese Hintergründe zu erkennen und zu verstehen, ist ein wesentlicher Bestandteil der Therapie, weil erst das Verstehen den Weg zur Veränderung im Verhalten öffnet.

Der Mensch macht nichts Sinnloses. Er beginnt erst zu fragen, warum es so ist, wie es ist, wenn er leidet. Dieses Leiden zu verstehen, steht im Zentrum der Therapie, denn Verstehen macht Änderung möglich. Insofern ist die ergänzende Arbeit des Priesters in Fragen der Religion zutiefst sinnvoll, weil er als der offizielle Vertreter der Institution die oftmals schon in der Therapie erarbeiteten „Lösungen“ bestätigt und vertieft und die Patienten in der Verhaltensveränderung bestärkt.

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